Over the years, whenever I looked back on those roughly eleven months in Germany, I realized that I had not really sunk into the German culture. Yes, I had done a ten-week intensive language course. Yes, I had lived with a German family.
However, I worked forty hours a week in the American Embassy. I often played pickup basketball with the Marines and other American guys on the weekends at the American School. I read the International Herald Tribune just about every day.
I didn’t make much of an effort to meet and hang out with Germans my age. I had been invited to get togethers, to a few parties, to some events. But honestly I never felt very comfortable. I was only twenty-three years old, and perhaps a bit immature for my age. I’m not sure.
Or maybe there were some things about the Germans which I did not like or did not feel comfortable with. It was a long time ago. And it has all been layered over by thirty-five years in Germany. I suppose it would be quite a feat to recall the emotions from back then, from forty-three years ago.
Germans are different than Americans. Americans are different then Germans. Different can often be uncomfortable. Different can be challenging. It’s like getting out on the dance floor, or being pulled out onto the dance floor, without knowing how to dance. In front of other people. Awkward. Uncomfortable. Embarrassing.
What about the Germans might have I not liked or made me feel uncomfortable or insecure? It’s been so long. I can only guess. Perhaps their matter-of-factness, their directness. Could it have been the language? I don’t think so. It can sound a bit harsh, a bit gutteral. But then again, the Germans can be so personal, respectful, caring.
It must have been me. I am here in Germany now. More than thirty-five years. Just about my entire adult life. Yes, very much connected to the United States. Through my work in the Bundestag. Through my integration work at Siemens. In the entire thrust of my work since my graduate degree in Berlin.
In fact, surveying all of those three and a half decades, it is clear that my focus has the entire time been on understanding the relationship, the relations, the interactions, between the two peoples, the two cultures, the two countries.
So, those eleven or so months back in 1981-82 could not have been all that uncomfortable. Or maybe so, but that people change, grow, mature, and face and address and explore the things that are uneasy, that are disconcerting, strange, foreign, uncomfortable. That last term, uncomfortable, I keep using it.
Who doesn’t like comfort? Who doesn’t like easy, manageable, predictable? However, too much of those things aren’t good either. They can mean stagnation. Gray, bland, listless, drab, uninteresting, uninspiring. I don’t think we human beings were made for that, are built for that.
Frankly, maybe we’re built for uncomfortable, for challenge, change, growth, testing, experimenting, trying, for effort. Perhaps we are even made for pain, defeat, getting back up, taking the hits, perseverance, struggling, fighting. And not for leisure. Rest, yes. Leisure, some. But not too much.
Made for pain. If you’re an athlete of any kind, and serious about it, you know pain. My post from yesterday was about Daniela’s father and his war injuries. Kursk. One of the greatest of all tank battles in the Second World War. That’s pain. I was present at the birth of my son. If that isn’t pain, a woman bringing a human being into the world, then I don’t know what pain is.
And then there is emotional pain. The untimely death of a parent, of a sibling, of a dear friend. And worst of all, with not even a close second, there is the death of a child. Innocent. Did nothing wrong. Cannot have done anything wrong. Then suddenly gone. No more laughs. No more giggles. No more excitement about the smallest of things. No more reading a story before falling asleep. Soft. Delicate. Vulnerable. Just a child. Look into their eyes.
So, whatever discomfort I may have felt back then as a young man in Germany was very minor, hardly worth even mentioning. Let me repeat, I did come back, determined to sink in. And sink in I did.
Im Laufe der Jahre, wann immer ich auf diese etwa elf Monate in Deutschland zurückblickte, wurde mir klar, dass ich nicht wirklich in die deutsche Kultur eingetaucht war. Ja, ich hatte einen zehnwöchigen Intensivsprachkurs besucht. Ja, ich hatte bei einer deutschen Familie gewohnt.
Allerdings arbeitete ich vierzig Stunden pro Woche in der amerikanischen Botschaft. An den Wochenenden spielte ich oft mit den Marines und anderen amerikanischen Jungs Basketball in der American School. Ich las fast jeden Tag die International Herald Tribune.
Ich habe mich nicht besonders bemüht, Deutsche in meinem Alter kennenzulernen und mit ihnen Zeit zu verbringen. Ich war zu Treffen, zu ein paar Partys und zu einigen Veranstaltungen eingeladen worden. Aber ehrlich gesagt habe ich mich nie wirklich wohl gefühlt. Ich war erst dreiundzwanzig Jahre alt und vielleicht etwas unreif für mein Alter. Ich bin mir nicht sicher.
Oder vielleicht gab es einige Dinge an den Deutschen, die ich nicht mochte oder mit denen ich mich nicht wohlfühlte. Das ist lange her. Und all das wurde von fünfunddreißig Jahren in Deutschland überlagert. Es wäre wohl eine ziemliche Leistung, sich an die Gefühle von damals, von vor dreiundvierzig Jahren, zu erinnern.
Deutsche sind anders als Amerikaner. Amerikaner sind anders als Deutsche. Anders zu sein kann oft unangenehm sein. Anders zu sein kann eine Herausforderung sein. Es ist, als würde man auf die Tanzfläche gehen oder auf die Tanzfläche gezogen werden, ohne tanzen zu können. Vor anderen Leuten. Unangenehm. Unbehaglich. Peinlich.
Was mochte ich an den Deutschen nicht oder warum fühlte ich mich unwohl oder unsicher? Es ist so lange her. Ich kann nur vermuten. Vielleicht ihre Sachlichkeit, ihre Direktheit. Könnte es die Sprache gewesen sein? Ich glaube nicht. Sie kann ein bisschen hart klingen, ein bisschen kehlig. Aber andererseits können die Deutschen auch so persönlich, respektvoll und fürsorglich sein.
Es muss an mir gelegen haben. Ich bin jetzt hier in Deutschland. Seit mehr als fünfunddreißig Jahren. Fast mein ganzes Erwachsenenleben lang. Ja, ich bin sehr verbunden mit den Vereinigten Staaten. Durch meine Arbeit im Bundestag. Durch meine Integrationsarbeit bei Siemens. Durch meine gesamte Arbeit seit meinem Studium in Berlin.
Wenn ich auf diese dreieinhalb Jahrzehnte zurückblicke, wird deutlich, dass mein Fokus die ganze Zeit darauf lag, die Beziehung, die Beziehungen, die Interaktionen zwischen den beiden Völkern, den beiden Kulturen, den beiden Ländern zu verstehen.
Die elf Monate in den Jahren 1981-82 können also gar nicht so unangenehm gewesen sein. Oder vielleicht doch, aber Menschen verändern sich, wachsen, reifen und stellen sich den Dingen, die unangenehm, beunruhigend, fremd, ungewohnt und unbequem sind. Dieses letzte Wort, „unbequem”, verwende ich immer wieder.
Wer mag es nicht bequem? Wer mag es nicht einfach, überschaubar, vorhersehbar? Aber zu viel davon ist auch nicht gut. Es kann Stagnation bedeuten. Grau, fade, lustlos, trist, uninteressant, uninspirierend. Ich glaube nicht, dass wir Menschen dafür geschaffen sind, dafür gebaut sind.
Ehrlich gesagt sind wir vielleicht für Unbehagen geschaffen, für Herausforderungen, Veränderungen, Wachstum, Prüfungen, Experimente, Versuche, Anstrengungen. Vielleicht sind wir sogar für Schmerz, Niederlagen, Wiederaufstehen, Schläge einstecken, Durchhaltevermögen, Kämpfe und Auseinandersetzungen geschaffen. Und nicht für Muße. Ruhe, ja. Muße, ein bisschen. Aber nicht zu viel.
Für Schmerzen geschaffen. Wenn Sie ein Sportler sind, egal welcher Art, und es ernst meinen, dann kennen Sie Schmerzen. Mein Beitrag von gestern handelte von Danielas Vater und seinen Kriegsverletzungen. Kursk. Eine der größten Panzerschlachten des Zweiten Weltkriegs. Das ist Schmerz. Ich war bei der Geburt meines Sohnes dabei. Wenn das kein Schmerz ist, wenn eine Frau einen Menschen zur Welt bringt, dann weiß ich nicht, was Schmerz ist.
Und dann gibt es noch emotionale Schmerzen. Der vorzeitige Tod eines Elternteils, eines Geschwisters, eines lieben Freundes. Und das Schlimmste von allem, ohne auch nur annähernd einen zweiten Platz, ist der Tod eines Kindes. Unschuldig. Hat nichts falsch gemacht. Kann nichts falsch gemacht haben. Dann plötzlich weg. Kein Lachen mehr. Kein Kichern mehr. Keine Begeisterung mehr über die kleinsten Dinge. Kein Vorlesen mehr vor dem Einschlafen. Sanft. Zart. Verletzlich. Nur ein Kind. Schauen Sie in seine Augen.
Was auch immer ich damals als junger Mann in Deutschland empfunden haben mag, war also sehr geringfügig, kaum der Rede wert. Ich wiederhole: Ich bin zurückgekommen, entschlossen, mich einzuleben. Und das habe ich auch getan.